Charlotte Mohn reintegriert zurückgekehrte Flüchtlinge

Charlotte Mohn

ASV-Mitglied Charlotte Mohn (Abitur 2010) arbeitet seit 1. März 2021 in Kabul (Afghanistan). Nach ihrem Studium der Stadtplanung in London und Erfahrungen beim UN-Habitat, der zentralen Organisation des UN-Systems im Bereich Stadtentwicklung, Siedlungswesen und Wohnungsversorgung in Entwicklungs- und Transformationsländern mit Sitz in Nairobi (Kenia), ist sie nun für das IOM tätig. Für altsalemer.de hat sie auf Anfrage einen kurzen Bericht über ihre neue Tätigkeit verfasst:

„Ich arbeite als Project Officer for Community Assessment and Engagement bei der International Organization for Migration (IOM) der Vereinten Nationen. Das Ziel des Projekts an dem ich mitwirke ist es, die Reintegration von ehemaligen Geflüchteten, die aus Europa, dem Iran und Pakistan zurückgekehrt sind, zu fördern. Konkret bedeutet dies Menschen dabei zu unterstützen berufliche Beschäftigung zu finden, ihnen psychologische Betreuung bereitzustellen und Entwicklungsprojekte mit Gemeinden durchzuführen. Ein wichtiger Teil unserer Arbeit fokussiert sich auch auf den Aufbau der Kapazitäten der afghanischen Behörden um deren Reintegrations- und Entwicklungsbemühungen zu verstärken. Aufgrund meines Hintergrunds in der Stadtplanung, bin ich innerhalb des Projekts für die Arbeit mit 100 Gemeinden zuständig. Zusammen mit einem talentierten Team von Afghaninnen und Afghanen, erstelle ich Strategien für dörfliche und städtische Entwicklung und implementieren Infrastrukturprojekte, die Gemeinden darin unterstützen einen angemessenen Lebensraum für bereits ansässige und geflüchtete Menschen zu schaffen. Entsprechend lokaler Bedingungen bauen wir beispielsweise landwirtschaftliche Bewässerungssysteme, Zubringerstraßen, Markthallen, Schulen, Kliniken und vieles mehr. Besonders fasziniert und motiviert mich die Hingebung meiner afghanischen Kolleginnen und Kollegen. Im Kontext der Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und der Taliban bleibt die Sicherheitslage in Afghanistan alarmierend. Fast täglich finden Terroranschläge statt, so dass jeder Trip durch die Hauptstadt Kabul ein hohes Risiko birgt. Nichtsdestotrotz liegt ein Schimmer Hoffnung in der Luft und alle Mitarbeitenden engagieren sich überzeugt für die Verbesserung der Verhältnisse in den Gemeinden Afghanistans.“

Weiterführende Informationen zum Projekt findet ihr hier (Englisch).

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